Sparmaßnahmen

Sparen bedeutet im Allgemeinen das Zurücklegen frei verfügbarer Mittel zur deren Verwendung zu einem späteren Zeitpunkt. Man kann dabei zwischen dem Sparen von vorhandenen Mitteln zwecks zukünftiger Anschaffungen und dem Sparen aus Vorsorge für die mögliche Notsituation.

Der Begriff Sparen wird in Zusammenhang mit dem Anlegen von Mitteln verwendet und darf nicht mit dem Horten verwechselt werden. In der Politik werden häufig Sparmaßnahmen im Zusammenhang mit den Optimierungen bzw. Kürzungen von Ausgaben erwähnt.

Nach dem Typ der wertbringenden Anlagen kann unter anderem auf Sparkonto, Termingeld, Bausparen verwiesen werden. Papierwertanlagen basieren auf den gesetzlich festgelegten Zahlungsbedingungen, während die Anlagen in Form von Wertsachen wirklich vorhandene Besitztümer darstellen.

Sparmaßnahmen zeigen allgemein gesehen verschiedene Folgewirkungen auf die Volkswirtschaft auf. Laut Neoklassischer Theorie bewirkt zunehmendes Sparen niedrigere Kapitalmarktzinsen und folglich steigende Investitionen. Keynesianismus dagegen sieht den durch das Sparen verursachte Ausfall von Nachfrage vor.

Fast alle Länder der EU haben die Sparmöglichkeiten bezüglich der Ausgaben eingesehen. Sparen ist auch in Deutschland ein Thema von enormer Bedeutung. Das Problem der wachsenden staatlichen Verschuldungen ist unter anderem mit immer strenger werdenden Sparmaßnahmen zu bewältigen. Der Öffentliche Sektor und Sozialleistungen werden aus Erfahrung von europäischen Ländern als Sparquelle angesehen. Auch in Bereichen Umwelt und erneuerbaren Energien liegt ein großes Sparpotential vor.