Gewinn

Als Gewinn wird der sich aus einer wirtschaftlichen Tätigkeit resultierende Erfolg bezeichnet. Der Gewinn ergibt sich gesamtunternehmerisch betrachtet als Differenz zwischen dem Aufwand und dem Ertrag und kann in Form vom Perioden- oder Stückgewinn vorkommen.

Das Streben nach Gewinn ist ein ausschlaggebendes Merkmal des Betriebes und Triebkraft, sich an die wechselnden Umstände in der Markwirtschaft anzupassen. Ohne Gewinnbestrebungen wird keine Umsetzung bzw. Koordination der einzelnen wirtschaftlichen Planungen ermöglicht. Als Typen der Gewinnrechnung lässt sich die Rechnung des Perioden- und Stückerfolges sowie der Investition verzeichnen.

Die Gewinnermittlung nach dem Handelsrecht richtet sich nach den im Handelsgesetzbuch ausgeführten Vorschriften und nach den Steuergesetzen. Dabei werden die Aufwände und Erträge eines Geschäftsjahres gegenübergestellt. Die steuerliche Gewinnermittlung richtet sich nach der Frage, ob das Eigenkapital am Ende einer Periode das Eigenkapital am Ende der vorangegangenen Periode übersteigt. Im Verfahren zur Gewinnermittlung wird zwischen dem Betriebsvermögensvergleich, der Einnahmenüberschussberechnung, Ermittlung bezüglich der Durchschnittssätze sowie des internationalen Geschäftsverkehrs differenziert.

Laut Handelsgesetzbuch ist zum Ende eines jeden Jahres eine Gegenüberstellung von Aufwendungen und erzielten Erträgen vorzulegen. Diese sogenannte Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist für die externe Rechnungslegung eines Unternehmens von Belang. Auf diese Weise wird auf die Art, Höhe und Herkünfte des gesamtunternehmerischen Erfolgs verwiesen.